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09 April 2012

Neulich im Museum

Wir wollten ja schon mit unseren letzten Gästen in das Museum of Sex an der 5th Avenue und 27th Street, aber irgendwie haben wir es nie geschafft. Vorletztes Wochenende allerdings war das Wetter so mies und grau, dass wir einen Ausflug ins Rotlichtmilieu gewagt haben. Klingt spektakulärer als es eigentlich ist. Wirklich spannend war es jetzt nicht unbedingt. Auf 3 übersichtlichen Etagen wird einem von Pop-Art-Kunst über "Pop Art" im Tierreich die Vielfalt der männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmale präsentiert. Von Fahrrad-betriebenen Francis Ford Koppulationsmaschinen über jegliche Form virtuellen Cybersex bis hin zu vögelnden Pandas und fummelnden Igeln ist alles geboten.

Das Eindrucksvollste waren allerdings die Füße der männlichen Gummipuppe - irgendwie flossenartig. Ich, also Claudia, musste dauernd an verkrüppelte Entenfüße denken. Was bestimmt daher rührt, dass ich mal als Kind auf sehr radikale Art  und Weise kleinen Entenküken im eiskalten Brunnenwasser schwimmen lernen wollte. Schwimmen konnten sie danach nicht, leider auch nicht mehr gehen und ganz sicher hatten sie auch keine Zukunft in der Sexindustrie. Die Füße waren erfroren und nach hinten gebogen, wie bei der Gummipuppe. Halt irgendwie verzerrt. Keine Angst, die Küken sind der Notschlachtung entkommen. Dank stundenlangem Föhnens konnten sie schließlich wieder laufen. Vielleicht muss man die Füße des Gummi-Casanovas ja auch föhnen. Wer weiß? Aber zurück zum Museum of Sex. Die Puppe ist ja nicht gerade ein Hingucker. Wer soll sich denn daran bitte erfreuen? Sieht aus wie ein Zombie. Aber der ein oder andere wird sich sowas beim Erwachen nach einem volltrunkenen One-Night-Stand sicher auch schon gedacht haben.






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