Ziemlich nervig, wenn man bedenkt, dass der Computer neben Arthur gerade mein einziger Sozialkontakt ist. Wird Zeit, dass wir Arthurs neu gewonnene Social Security Number dazu nutzen, uns endlich einen eigenen Internetanschluss ins Haus zu holen. Blöd nur, dass wir für diesen Antrag eigentlich auch schon einen Anschluss brauchen. Hier läuft nichts normal. Immer schließt das eine etwas anderes aus.
Wunderbar ist auch die Dokumentation für den Antrag einer Arbeitserlaubnis. Mit einem J2 Visa ist man nicht automatisch zum Arbeiten in den USA berechtigt. Dafür benötigt man die gesonderte employment authorization card im Wert von 380$.
Dafür habe ich ein statement formulieren dürfen, in dem ich erkläre, warum ich arbeiten möchte und wofür ich das verdiente Geld nutzen möchte. Ich darf damit nämlich keinesfalls meinen Mann oder noch nicht vorhandene Kinder finanziell unterstützen. Deshalb habe ich nun ganz teure Hobbies und lege extra großen Wert auf kulturelle Bildung. Meins, alles meins. Verstehen muss man diese Regel nicht.
Aber nun mal zum Wochenende! Wir hoffen Ihr hattet genauso traumhaftes Wetter wie wir. Es war perfekt für einen wunderbaren Strandtag auf Coney Island.
Nach einer circa 70minütigen Fahrt mit der Subway sind wir an der Surf Avenue aufgeschlagen und haben den Kirmesbezirk genauer unter die Lupe genommen. Von April bis Oktober herrscht hier wohl Volksfeststimmung im Vergnügungspark mit seinem Riesenrad und der Achterbahn aus den 20er Jahren, an vielen Hot-Dog Ständen und den zahlreichen Schießbuden. Wir waren leider etwas spät dran, vergnügen tun wir uns erst nächstes Jahr. Dann sind wir auch auf die Nixenparade gespannt, die immer am letzten Samstag im Juni stattfindet. Arielle lässt grüßen.
Die „Famous Frankfurter“ aus Nathan’s Imbiß haben wir übrigens noch nicht probiert. Aber wir kommen wieder!
Vom Vergnügungspark aus sind wir an die Brighton Beach Avenue geschlendert. Wusstet Ihr, dass Moskau einen Strand hat? Man fühlt sich plötzlich ganz osteuropäisch. Die Anwohner aus der ehemaligen Sowjetunion haben dort ihren eigenen Kiez mit Meerblick.
Unseren Samstag haben wir mit einem Bummel durch Hipstertown Williamsburg Brooklyn ausklingen lassen. Für Besuche dort muss man Einiges beachten, wie ihr seht:
Es ist wirklich nicht schwer, sich dort von der trendigen Masse abzuheben. Letztendlich sehen die alle gleich aus. Leider muss man auch bemerken, dass nicht alle Kleider vergangener Zeiten aus dem Secondhand Laden, ok das heißt ja Vintage, auch wirklich schick sind. Shabby vielleicht, aber nicht schick! Mancherlei Outfit ist fast schon irgendwie hässlich. Doch könnte man so sagen, richtig hässlich. Wiederum gibt es aber auch besonders hübsche, kreative Outfits. Hoffentlich können wir demnächst mal ein paar Schnappschüsse machen. Tausende solcher Fotos findet man ja in den vielen existierenden Street-Style-Blogs.
Unter den vielen Trendsettern kann man im East River Park den Sonnenuntergang mit Blick auf Manhattan genießen und das Logo von Brooklyn Industries nachschießen. Sieht fast so aus, gell?
Den Sonntag haben wir sportlich angehen lassen. Unweit unseres Apartments führte an diesem Sonntag der New York Marathon vorbei. Die Teilnehmer durchlaufen auf ihrer Strecke alle 5 Boroughs von New York. Auf Staten Island beginnt die Route und führt zunächst durch Brooklyn über Queens und schließlich mit einem kurzen Abstecher in die Bronx nach Manhattan. Wir haben die Läufer an der 5th Avenue bestaunt. Unter ihnen waren bemerkenswert viele Italiener, Norweger, Dänen und Franzosen. Ich nehme an, dass es sich bei den Rutgers, Dirks und Dieters um die wenigen deutschen Läufer gehandelt hat. Man musste schon genau hinschauen, um die paar Deutschen herauszupicken. Wir zeigen einfach zu wenig Nationalstolz. Während Frankreich und Italien in Flagge joggt, erkennt man die Deutschen lediglich am Namen.
Am Nachmittag sind wir durch den Highline Park im Meatpacking District spaziert. Ich glaube die Anwohner fühlen sich dort ein wenig wie Tiere im Zoo. Fenster sind in den Apartments überflüssig, wird man doch ständig von passierenden Touris begafft und verschanzt sich hinter blickdichten Vorhängen. Der Park an sich ist sehr schön. Entlang der alten Schienen führt nun ein bepflanzter Pfad auf 16 Blocks durch die Häuserschluchten. Auf der kleinen Wanderung kann man einen Blick auf das Empire State Building und das Chrysler Building werfen. Spaziert man am späten Nachmittag über die alten Gleise scheint die untergehende Sonne zwischen den Häusern von New Jersy her rein. Ach, einfach schön!
Wir sind gespannt was das nächste Wochenende so bringt. Das Wetter soll zumindest schon mal auf unserer Seite sein.
Euch noch eine schöne Restwoche!




Boah, goooooil! Das Wetter ist ja ein Traum! Nicht schlecht, was ihr da so macht. Schaut euch schön alles an, damit ihr dann gute Stadtführungen geben könnt ;-)
AntwortenLöschenWas hast du denn jetzt für teure Hobbies? Platin-Schmieden? Zahnstocher aus Mahagoni schnitzen?Steffi fragte: Manolo Blahnik Schuhe sammeln? ;-)
Das Hipster-Poster ist so super! Das könntest du direkt so auch hier in Camden aufhängen hihihi
Eine tolle Restwoche!!!
dat Julsche
Wir kommen!!!!
AntwortenLöschenEcht cool, bitte mehr Bilder!!!
Grüssle Tommy
hahahaha hab grad herausgefunden, dass einer der wenigen deutschen n Kumpel von mir aus Erlangen war :D :D :D
AntwortenLöschenverrückt